Sehr geehrter Herr Karbowiak,

im Namen der Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und UWG/FW – Aktiv für Neuss bitten wir
darum, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung und Mobilität am 29.03.2022 zu setzen.



Beschlussempfehlung:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob insbesondere bei Gebäuden der Stadt Neuss jeweils Wärmetauscher in unterirdischen Abwasserkanälen eingebaut werden könnten und welche Kosten für einen solches Projekt anfallen würden. Auch soll geprüft werden, ob dies bei Neubauten oder Sanierungen direkt berücksichtigt werden kann.




Begründung:

Diese Technologie braucht keinen zusätzlichen Platz wie Solarzellen oder Windkrafträder. Deshalb bietet sich diese Technologie zur nachhaltigen, dezentralen Wärmeversorgung gerade bei dichter und historischer Bebauung an. Sie könnte auch beim Neubau des Wendersplatzes eingesetzt(berücksichtigt) werden. In anderen Städten ist dies inzwischen gang und gäbe.

Zum Beispiel wurde in Lüneburg, in einem Betonrohrabwasserkanal nahe einem Museum, ein Innenrohr aus Glasfasergewebe, ohne aufwendige Erdarbeiten (Schlauchlining-Verfahren) eingebracht. Darin liegen 33 Hochleistungswärmetauscher mit einer Gesamtlänge von 44,5 Metern. Sie entziehen dem Abwasser mit einer ganzjährigen Mindesttemperatur von 11°C die Wärme, die im Gebäude durch eine Wärmepumpe für den Betrieb der Heizung auf 50°C bis 60°C angehoben wird. Bei Außentemperaturen
unter -8°C unterstützen Gaskessel und Fernwärme die Heizung. Im Sommer arbeitet der Wärmetauscher in umgekehrter Richtung und kühlt: Dadurch spart der neue Museumsbau eine strom- und kostenintensive Klimaanlage. Seit Inbetriebnahme läuft die Anlage fehlerfrei. In den ersten zehn Monaten
zeigte sich: Gegenüber einem Vergleichsgebäude (nach EnEV 2009) ist der Stromverbrauch 25 Prozent höher, dem steht ein um 45 Prozent niedrigerer Heizenergieverbrauch gegenüber. Die Investitionskosten von rund 195.000 Euro sollen sich nach sieben Jahren amortisieren. Dies wäre bei steigenden Heizpreisen eine Überlegung wert.


Mit freundlichen Grüßen

– Arno Jansen –
Fraktionsvorsitzender

– Michael Klinkicht –
Fraktionsvorsitzender

– Carsten Thiel –
Fraktionsvorsitzender

– Tobias Urbach –
Sachkundiger Bürger

Sehr geehrter Herr Klinkicht,

im Namen der Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und UWG/FW – Aktiv für Neuss bitten wir darum, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt, Grünflächen und Klimaschutz am 11.05. 2022 zu setzen.



Beschlussempfehlung:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob und wie es möglich ist, die Menschen in der Stadt Neuss durch einen Wettbewerb für den Klima- und Naturschutz zu begeistern und die klimafreundlichsten Gärten zu ehren. Zudem sollen die Kosten für ein solches Projekt geprüft werden.



Begründung:

Gärten bieten Möglichkeiten, Klimaschutz direkt vor der Haustür zu betreiben. Dies wird durch einen Gartenwettbewerb in der Stadt sichtbar. Klimaschutz zum Zugucken, Mitmachen und Nachmachen. Klima- und Naturschutz haben eine große Schnittmenge. Das zeigt sich besonders bei einem Blick auf unseren Boden: Werden Flächen versiegelt, verträgt sich dies weder mit dem Klima noch mit dem Naturschutz, ob es sich um große Bauprojekte handelt oder um Wege, Terrassen und verdichtete Rasenflächen im eigenen Garten. Die Bürger und Bürgerinnen könnten sich in einem Wettbewerb „klimafreundlichsten Garten“ messen. In einem Projektteam mit den Vertretern z.B. des NABU e.V., der Stadtverwaltung, sowie lokalen Gärtnern (aus Kleingärten z.B.) soll dann geklärt werden, was ein „klimafreundlicher Garten“ bedeutet. Auf dieser Basis wird dann ein Bewerbungsbogen entwickelt. Die Bekanntmachung kann über die regionale Presse erfolgen und Informationsmaterial kann, z.B. auf dem Wochenmarkt verteilt werden. Mit dem Wettbewerb sollten alle Gartenbesitzer, unabhängig von Größe oder Eigentumsverhältnissen, angesprochen werden. Es wird sodann ein Bewertungskatalog erstellt und die Teilnehmergärten werden in drei Größenkategorien beurteilt. Zur Siegerehrung werden alle Teilnehmer und die Öffentlichkeit eingeladen. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde und einen Preis. Die Gewinner erhalten zusätzlich eine Plakette der Stadt Neuss für den jeweiligen Garten. Diese Idee wird bereits in einigen Städte innerhalb Deutschlands u.a. Landkreis Oldenburg erfolgreich umgesetzt.


Mit freundlichen Grüßen

– Arno Jansen –
Fraktionsvorsitzender

– Michael Klinkicht –
Fraktionsvorsitzender

– Carsten Thiel –
Fraktionsvorsitzender

– Tobias Urbach –
Sachkundiger Bürger

Sehr geehrter Herr Klinkicht,

im Namen der Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und UWG/FW – Aktiv für Neuss bitten wir darum, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt, Grünflächen und Klimaschutz am 11.05.2022 zu setzen.



Beschlussempfehlung:

Der Ausschuss für Umwelt, Grünflächen und Klimaschutz beauftragt die Stadt Neuss auf öffentlichen Plätzen, in Parks, sowie in der Innenstadt Outdoor-Aschenbecher aufzustellen um die Zigarettenstummel entsprechend umweltfreundlich zu recyclen.

Ferner ist zu prüfen, ob eine Kooperation mit dem Verein „Tobacycle“ möglich ist.



Begründung:

Gelangen Zigarettenfilter in die Umwelt, dann tragen sie nicht nur zur Plastikverschmutzung bei, denn auch Nikotin, Schwermetalle und andere Chemikalien geraten in die Ökosysteme. Aus diesem Grund setzen sich bereits die Stadt Dormagen und die Stadt Kaarst für eine umweltgerechte Entsorgung von Zigarettenstummeln ein und kooperieren mit dem Verein „Tobacycle“.

Outdoor-Aschenbecher von „Tobacycle“ ermöglichen eine fachgerechte Entsorgung. Zigarettenkippen werden direkt nach dem Rauchen separiert, gesammelt und anschließend restlos verwertet, inklusive Asche und Giftstoffen. Durch das Recycling entsteht ein spritzfähiges Granulat, woraus Behälter für das Sammelsystem hergestellt werden, die wiederum vollständig in die Verwertung gegeben werden können. Somit entsteht ein geschlossener Wertstoffkreislauf.


Mit freundlichen Grüßen

– Arno Jansen –
Fraktionsvorsitzender

– Michael Klinkicht –
Fraktionsvorsitzender

– Carsten Thiel –
Fraktionsvorsitzender

– Nicole Fast –
Sachkundige Bürgerin

Sehr geehrte Frau Baude,

im Namen der Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und UWG/FW – Aktiv für Neuss bitten wir
darum, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung des BZA III am 08.06. 2022 zu setzen.



Beschlussempfehlung:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt zusätzlich zur bestehenden Prüfliste für 30er Zonen zu prüfen, ob und wie es möglich ist, die Erprather Straße ab der Brücke in Fahrtrichtung Weckhoven in eine 30er Zone umzuwandeln oder ob andere Maßnahmen ergriffen werden können, damit die Straße verkehrsruhiger wird.




Begründung:

Einige Anwohner berichten über Fahrzeuge auf der Erprather Straße, welche ab Brückenende in Fahrrichtung Weckhoven mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs sind. Ebenfalls würden dort die Fahrer
und Fahrerinnen die anschließende Rechtskurve sehr scharf und mit überhöhter Geschwindigkeit durchfahren. Die hohen Geschwindigkeiten, die auf den innerörtlichen Durchgangsstraßen regelmäßig gefahren werden, betreffen Anwohner und Eltern von Kindern, die anliegende Einrichtungen und das Umfeld aufsuchen. Das Bedürfnis nach einer Anordnung von Tempo 30-Streckenabschnitten ist daher stark ausgeprägt. Die Verwaltung soll daher prüfen, ob und wie dort mehr Verkehrssicherheit erwirkt werden kann.


Mit freundlichen Grüßen

– Arno Jansen –
Fraktionsvorsitzender

– Michael Klinkicht –
Fraktionsvorsitzender

– Carsten Thiel –
Fraktionsvorsitzender

– Tobias Urbach –
Sachkundiger Bürger

Sehr geehrte Frau Stroeks,

im Namen der Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und UWG/FW – Aktiv für Neuss bitten wir
darum, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung des Gleichstellungsbeirates am 03.05.2022
zu setzen.



Beschlussempfehlung:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob in der Innenstadt ein Regenbogenweg errichtet
    werden könnte. In diesem Kontext soll geprüft werden, welche freie Stellen in der Innenstadt
    hierfür genutzt werden könnten und welche Kosten für einen solchen Weg anfallen würden. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob in der Innenstadt eine Säule der Toleranz errichtet werden könnte. In diesem Kontext soll geprüft werden, welche freie Stellen in der Innenstadt hierfür genutzt werden könnten und welche Kosten für einen solche Säule anfallenwürden.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob im Pride Month (jeden Juni eines Jahres) wenigstens eine Sehenswürdigkeit in der Stadt Neuss durch Scheinwerfer in Regenbogenfarben erstrahlen kann. Es soll zudem geprüft werden, welche Kosten für ein solches Projekt anfallen würden.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt in einer der nächsten Sitzungen des Gleichstellungsbeirates hierüber zu informieren.



Begründung:

Wir als Parteien, Wählergemeinschaften und Verwaltung der Stadt, sollten alle für mehr Toleranz einstehen. Auch wenn dies für viele lediglich wie ein Randthema erscheint, sollten wir der Verwaltung aufgeben, die oben genannten Projekte zu prüfen.

Mehrere Vorteile ergeben sich hieraus:

Mit dem Weg und/oder der Säule könnte ein neues Wahrzeichen entstehen, welches eventuell neue Touristen, wie auch potenziell neue Kunden in die lokalen Geschäfte der Stadt Neuss lockt. Zudem
würden wir als Stadt Neuss ein oder mehrere weitere sichtbare Zeichen für Toleranz und gegen Diskriminierung (neben den Regenbogen Leuchten am Hauptbahnhof) setzen.

Regenbogenwege sind schon in einigen deutschen und internationalen Städten vorhanden. Als Beispiel für ein mögliches Projekt können hier die Wege in Seydisfjordur oder Sydney genannt werden.
Da der Regenbogenweg dort nur in Fußgängerzonen vorkommt, kommt es auch nicht zu Verkehrsunsicherheiten.

Ebenfalls könnte die Stadt durch eine sogenannte Säule der Toleranz (wie sie z.B. in der Stadt Freiburg) ein weiteres Zeichen setzen. Diese kann in den verschiedensten Farben erstrahlen. (siehe Anlage Bild 2)

Gerade bei der letzten Fußball EM hat man gesehen, wie dieses Thema die Bevölkerung bewegt hat und dies eigentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beigetragen hat. Eine weitere Überlegung wäre zum anderen im Pride Month ein beleuchtetes Objekt (Stadttor, Quirinus Münster, Blutturm o.ä.) in Regenbogenfarben strahlen zu lassen.


Mit freundlichen Grüßen

– Arno Jansen –
Fraktionsvorsitzender

– Michael Klinkicht –
Fraktionsvorsitzender

– Carsten Thiel –
Fraktionsvorsitzender

– Tobias Urbach –
Sachkundiger Bürger